für HUMORLOSE UNGEEIGNET

  Die Ursache könnte in der Gestalt dieses Wesens liegen, die ihn zumindest für humorlose Menschen nicht wirklich attraktiv erscheinen lässt. Diese lassen dann lieber die Finger vom Mops und holen sich einen sogenannten „richtigen" Hund. Und so beschäftigt sich dann ein Großteil von diesen Hundehaltern lieber in Spielstunden oder auf Seminaren mit einem großen Zeitaufwand damit, ihren ehemals für eine bestimmte Assistenztätigkeit des Menschen gezüchteten Hund in andere, gesellschaftsfähige Bahnen zu lenken und einen Trieb umzuleiten, mit dem Bello qua Geburt ausgestattet ist. So ein Möpschen allerdings hat nur einen Sinn im Leben und das von Anfang an: den Hofnarren spielen, seinem Menschen zu gefallen und sein Fell einmal in der Woche zu wechseln (selbstverständlich nur, um die handschmeichlerischen Charakteristika des Haarkleides stets zu bewahren). Anforderungen stellt er schon, der Abkomme chinesischer Gastgeschenke, dessen Beliebtheit sich zunächst auf die mit dem Reich der Mitte Handel treibenden Nationen, allen voran die Holländer, konzentrierte, um dann im Trosse der Mitgift über die hochherrschaftlichen Haushalte Oraniens auf ganz Europa verteilt zu werden.
Es bedarf vor allem zweier Gegenstände, um einen Mops artgerecht zu halten: Eine gemütliche Couch und einen guten Staubsauger sollte der Mopsbesitzer sein Eigen nennen. Sie sehen: dem Thema Mops kann man sich ernsthaft nur im Humor nähern, sonst taugt keine Rassebeschreibung in Ihrer Absicht, den Hund zu charakterisieren.

Die Mopsfreunde zitieren gern den lateinischen Ausspruch multum in parvo - viel in kleiner Gestalt, man könnte auch frei übersetzen: "ein großartiger kleiner Hund".
Selbstverständlich ist der Mops ein Hund, er hat vier Beine, einen Schwanz und er kann knurren oder auch mal bellen, nur beißen kann er nicht, zumindest nicht so, daß es weh täte. Das macht ihn auch in den Augen seiner Umwelt zu einem angenehmen Wesen. Apropos Umwelt. Sie neigen dazu, Ihr Dasein in Anonymität und möglichst ohne Aufsehen zu fristen? …… dann holen Sie sich keinen Mops, denn Sie werden bei entsprechender Veranlagung an Verfolgungswahn erkranken oder ein stadtbekannter „Omamörder" werden. Mit Omas werden Sie auch viel zu tun bekommen beim Spazierengehen mit ihrem Moppelchen.

Richten Sie sich auf Sympathiewellen ein, die Ihren Stadtspaziergang zum Spießrutenlaufen á la „Ooooooh, ein Möpschen" werden lassen. Doch auch die jüngere Generation ist im Bilde. Ihre Kenntnisse beschränken sich jedoch auf den Coolnessfaktor, denn Wilhelm Busch ist leider kein nachgefragter Jugendbuchautor mehr. Seine Arbeit macht jetzt ein Schauspieler namens Will Smith, ein „Man in Black". Men in Black und „Frank“ werden Sie als Mopsbesitzer vermutlich öfter hören als Ihnen lieb ist. Doch seien Sie beruhigt: Anpöbeln oder gar auslachen wird Sie von den lieben Kids keines. Zu groß ist der Respekt davor, dass sich ihr Mops als das gebärt, was er in den Augen der Hollywood gläubigen Kinderchen ist: ein Außerirdischer, den man im Ernstfall nur mit Phaserwaffen stoppen kann.

Zuhause angekommen fängt die Entspannung an. Nachdem Sie ihm sein Futter serviert haben, können Sie ihn sich als Kopfkissen in den Nacken rollen und sich von seinem Schnarchen einlullen lassen. Nichts hilft besser gegen Einschlafstörungen als der Anblick eines schlafenden Möpschens! Sie schlafen gerne lange? Macht überhaupt nichts - der Mops auch!
Im Laufe Ihrer Partnerschaft mit einem Mops werden Sie Ihrem Hund einzig und alleine morgens Gewalt antun müssen – um ihn aus dem Bett zu kriegen. Ist er dann aber mal draußen vor der Tür und es regnet nicht, dann ist der Mops ein richtiger Hund. Unser Mops zum Beispiel läuft ohne Probleme ein paar Kilometer.

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