KEINE ANGST VOR DEMODIKOSE

Keine Angst – es ist nicht so schlimm, wie es sich anhört…

die Demodex Milbe kann Tier oder Mensch als Wirt haben. Die Demodikose ist daher eine Erkrankung hervorgerufen durch Demodex-Milben. In geringer Anzahl leben Demodexmilben als normaler Bewohner in den Haarfollikeln und Talgdrüsen der Haut und verursachen keine Probleme. Vermehren sich diese Milben aber zu sehr, können sie sehr schwere Hauterkrankungen hervorrufen. Außerhalb der Haut ist die Demodexmilbe nicht überlebensfähig. Beim Hund zum Beispiel werden die Milben in den ersten 72 Stunden wahrscheinlich während des Saugens vom Muttertier auf die Welpen übertragen. Danach ist eine Übertragung von Tier zu Tier und auch vom Tier auf den Menschen sehr unwahrscheinlich. Die Milben kommen artspezifisch in meist jeweils zwei bis drei Unterarten vor. Unbehaarte Meeressäuger wie Seehunde, Wale oder Delphine weisen keine eigenen Demodexmilben auf.

Als Hundehalter hat man es vor allem mit „Demodex Canis“ zu tun, ihr Lebensraum sind die Haarfollikel, also Haarbälge, deshalb auch die Bezeichnung „Haarbalgmilbe“, sowie Talg- und apokrine Schweißdrüsen. Die Pathogenese beschreibt die Entstehung und Entwicklung einer Krankheit mit allen daran beteiligten Faktoren. Bei Demodex ist diese sehr komplex. Beim Menschen konnte mittlerweile eine Beziehung zwischen dem Vorliegen bzw. Nichtvorliegen bestimmter Leukozyten Antigene (human leucoyte antigenes, sog. Histokompatibilitätsantigene) und einer Erkrankung an Demodikose nachgewiesen werden. Beim Hund fehlen bisher entsprechende Untersuchungsergebnisse. Bei der erblichen Demodikose des Hundes vermutet man seit einigen Jahren einen spezifischen, ausschließlich auf die Kontrolle der Demodexmilben beschränkten und nicht näher spezifizierten Defekt von T-Lymphozyten und erklärt damit auch die Prädisposition für diese Erkrankung bei bestimmten Rassen und das familiär gehäufte Auftreten.

Für den Hundehalter und für den Hund sind Aussehen oder Herkunft der Milbe sekundär, wichtig ist, wenn der Vierbeiner daran erkrankt, dass man es erkennt und ihn auch kurieren kann. Dazu muss man allerdings in der Lage sein die Anzeichen, die Symptome richtig zu deuten. Daher ist in der Praxis für den Hundehalter wichtig:

Welche Hautveränderungen sind bei Demodikose durch Demodex Canis typisch?

Durch übermäßige Vermehrung dieser Milbe in den Haarfollikeln, das ist da wo die Haare gebildet werden, kommt es zu haarlosen Hautbezirken, „glatzigen Stellen“. Fast immer weisen diese Hautbezirke eine Rötung der Haut (Erythem) und Schuppenbildung auf. Die betroffenen Stellen sind manchmal scharf begrenzt oder weisen diffuse Ränder auf. In vielen Fällen kommt es zu bakteriellen Sekundärinfektionen mit Pustel- und Krustenbildung sowie unterschiedlich starkem Juckreiz. Stellt man das fest, sollte man einen Tierarzt aufsuchen, und zwar einen der sich mit Hauterkrankungen auskennt.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose einer Demodikose aufgrund von Demodex Canis wird in aller Regel über eine mikroskopische Untersuchung von tiefen Hautgeschabseln gestellt. Diese Geschabsel werden durch schaben mit einem Skalpell gewonnen. Das „Geschabsel“ wird anschließend mikroskopisch untersucht, das passiert vor Ort in der Praxis. Allerdings kann es passieren, dass trotz dieser Untersuchung keine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Bei manchen Rassen und bei bestimmten Lokalisationen der Hautveränderungen, z.B. an den Pfoten, sowie bei entzündungsbedingt chronisch verdickter Haut kann der Milbennachweis durch Geschabsel trotz korrekter Entnahmetechnik falsch-negativ ausfallen. In solchen Fällen sollten bei Verdacht auf Demodikose Gewebeproben entnommen und auf Demodexmilben untersucht werden. Ist der Hund „positiv“ kann man an der Wurzel ausgezupfter Haare (an der Wurzel) die Milbe oder deren Eier nachweisen. Allerdings – eine Milbe macht noch keine Demodikose – im Gegensatz zur Sarkoptesräude ist der mikroskopische Nachweis einer einzelnen toten Demodexmilbe nicht ausreichend dafür sind mehrere lebende Milben, am besten mit Jugendstadien, erforderlich.

Wenn man es nun weiß, ist die nächste Frage: was tut man? Unbehandelt sollte man eine Demodikose nicht lassen. Die Behandlung muss man mit dem Tierarzt seines Vertrauens koordinieren. Eine Faustregel ist – wenn absehbar ist, dass der Hund, oder besser das Immunsystem des Hundes, selbst damit fertig wird, sollte man nur beobachten. Fast alle Hunde haben Demodex Milben unter der Haut, werden von dem Parasiten allerdings nicht negativ beeinflusst, da das körpereigene Abwehrsystem Entzündungen verhindert.

Wie wird behandelt – wenn es notwendig ist?

Auf keinen Fall mit Kortison. Bei allen Formen der Demodikose ist eine Behandlung mit Kortisonpräparaten wegen deren negativer Wirkung auf die Immunabwehr in jeder Anwendungsform kontraindiziert. Falls bereits eine Kortisonbehandlung erfolgte, müssen die Präparate umgehend abgesetzt werden. Kortison kann eine Demodikose ausbrechen lassen.

Im Normalfall erfolgt die Beseitigung der Demodexmilben mit akariziden Mitteln, lokal vorzugsweise als Bäder oder Waschungen, und systemisch durch orale Verabreichung oder Spot on Präparate. Falls eine bakterielle Sekundärinfektion vorliegt, werden „hautwirksame“ Antibiotika,  in Tablettenform und/oder antibakterielle Shampoos eingesetzt. Zur besseren Lokalbehandlung sollte bei langhaarigen Hunden und tiefen, fistelnden Veränderungen das Haarkleid nach Möglichkeit geschoren werden.

Da die Demodikose bei erwachsenen Tieren meistens dann auftritt, wenn das Immunsystem nicht richtig funktioniert sollte bei generalisierter Demodikose bei erwachsenen Tieren gleichzeitig durch entsprechende Tests nach dem Auslöser der Immunschwäche gesucht werden. Dabei werden neben Blut- und Urinuntersuchungen auch Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen eingesetzt. „Die Haut ist der Spiegel der Seele“ ist ein Sprichwort, das man bei dieser Erkrankung im Hinterkopf haben sollte. Vielfach ist der Ausbruch einer Demodikose ein Hinweis auf eine andere, vielleicht tödliche, Erkrankung des Hundes.

Daher ist die korrekte Einordnung der vorliegenden Demodikose, vor allem in „lokalisierte“ oder „generalisierte“ Demodikose sehr wichtig. Auch sind Therapie und Prognose sind bei den verschiedenen Formen der Demodikose unterschiedlich. Damit ist eine korrekte Diagnose unerlässlich. Der Befund „Demodikose“ allein genügt nicht.

Die wichtigsten (sieben) Formen der Demodikose sind:

  1. Lokalisierte, spontane Demodikose (Demodex Canis)

Hunde aller Rassen können an dieser Form der Demodikose erkranken. Die betroffenen Tiere sind meist im jugendlichen oder `pubertierenden` Alter. Sie zeigen einige wenige haar arme bis haarlose Hautveränderungen, zunächst ohne Juckreiz, evtl. mit Rötung der Haut oder auch Schuppenbildung. Bei bakterieller Sekundärinfektion kann Juckreiz dazu kommen. Die Stellen werden besonders häufig an Kopf und Hals, aber auch an Gliedmaßen und Rumpf beobachtet. Die lokalisierte Demodikose des jungen Hundes führt zu einer Spontanheilungsrate von über 90%. Sie ist nach heutigem Wissensstand nicht erblich! Bei dieser Form der Demodikose ist kein Zuchtausschluss erforderlich. Bei dieser Form ist es besser abzuwarten, denn tritt eine Selbstheilung ein, kann man sich sicher sein, dass es sich nicht um eine generalisierte erbliche Form handelt. Man behandelt nur die Symptome wenn nötig, bakteriell infizierte Hautbezirke können mit einem antibakteriellen Mittel wie beispielsweise Prurivet, Benzoylperoxid-Gel oder Shampoo behandelt werden. Man sollte sich nicht wundern, wenn bei diesen Waschungen die „Glatzen“ größer werden, das ist normal, weil man alle Haare die nicht „fest sitzen“ durch das „rubbeln“ beim schamponieren zum Beispiel mitentfernt. Sollte der Hund verwurmt sein (das drückt das Immunsystem) dann sollte man über eine Entwurmung nachdenken. Regelmäßige Kontrollgeschabsel zur Überwachung des Krankheitsverlaufs sind alle 2-3 Wochen empfehlenswert. Falls die Erkrankung in eine generalisierte Form übergehen sollte, kann so umgehend eine akarizide Therapie eingeleitet werden.

  1. Lokalisierte, durch eine medizinische Behandlung ausgelöste (iatrogene) Demodikose (Demodex Canis)

Oft ist eine Kortisonbehandlung schuld. Unabhängig vom Lebensalter und der Rasse kann eine lokalisierte Demodikose durch eine örtliche Immunsuppression ausgelöst werden, beispielsweise durch die Injektion eines Depot-Kortisonpräparates oder von Depot-Gestagenen (zur Läufigkeitsverhütung) unter die Haut oder durch die lokale Anwendung von Kortisonsalben oder -cremes. Normalerweise ist nur eine einzelne Hautstelle betroffen, oft im Bereich der seitlichen Brustwand oder Flanke, wo eine subkutane Injektion erfolgte. Bei kurzhaarigen Hunden sind die Veränderungen offensichtlich, bei langhaarigen Hunden werden sie möglicherweise übersehen, da das gesunde Haar sie abdecken kann. Die Symptome sind ähnlich wie bei der spontanen Form der Demodikose. Solche Veränderungen können hartnäckig sein. Sie können lange Zeit (bis über einem Jahr) bestehen bleiben, bevor sie nach Abklingen der Depotwirkung des verursachenden Präparates dann meist ohne weitere Behandlung abheilen. Falls keine stärkere Entzündung auftritt, kann einfach abgewartet werden, bis die Wirkung des Depot-Präparates abgeklungen ist und sich die Haut wieder normalisiert. Bei sekundärer bakterieller Infektion und zahlreichen lebenden Milben im Hautgeschabsel wird dagegen mit einem Akarizid und mit antibakteriellen Mitteln behandelt, normalerweise täglich über mehrere Wochen.

  1. Generalisierte, erbliche Demodikose (Demodex Canis)

Diese Form tritt beim jungen Hund, je nach Rasse bis etwa 1,5 oder 2 Jahre auf. Bei diesen Vierbeinern ohne erworbene Immunsuppression geht man von einem erblichen spezifischen Immundefekt und sekundärer Induktion einer unterschiedlich starken zellvermittelten Immunsuppression aus. Der Verlauf der Erkrankung hängt vom Schweregrad des Immundefekts und ob und in welchem Maß eine sekundäre bakterielle Infektion vorliegt und zu einer zusätzlichen sekundären Immunsuppression geführt hat. Eine erhöhte Krankheitsneigung bestimmter Hunderassen (Rasseprädisposition) wird in Europa, im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, seltener beobachtet. Betroffen sind vor allem folgende Rassen: Bobtail, Collie, Afghane, DSH, Cocker, Dobermann, Dalmatiner, Dogo Argentino, Deutsche Dogge, Englische Bulldogge, Französische Bulldogge, Bullterrier, Boston-Terrier, Dackel, Chihuahua, Boxer, Mops, Shar-Pei, Beagle und Englischer Pointer.

Die Hautveränderungen äußern sich zunächst durch Haarverlust mit Schuppenbildung und Rötung der Haut. Der Kopf, manchmal mit Veränderungen, die einer „Brillenbildung“ ähneln, und die Vorderbeine sind häufig als erstes betroffen. Eine Generalisierung erfolgt meist sehr rasch. Bakterielle Sekundärinfektionen treten regelmäßig auf und sind entweder oberflächlich mit Papeln, Pusteln, häufig mit Juckreiz oder tief mit Furunkeln, Zellulitis, Ödemen, Fistelbildung und Schmerz. Auch die Bildung von Komedonen, auf gut Deutsch Mitessern, sowie Hyperkeratose, sprich Verhornungsstörungen oder „Schwielen“ werden beobachtet. Nicht selten kommt es zu einer generalisierten Schwellung aller Körperlymphknoten im Einzugsbereich der Haut sowie schweren Allgemeinstörungen und Fieber. Durch Bakterientoxine und Entzündungsmediatoren werden auch andere Organe geschädigt. Durch die Sepsis (Blutvergiftung) kann es zum Tod des Patienten kommen. Die Behandlung der generalisierten Demodikose ist langwierig (mindestens 4-6 Monate) und bedarf einer besonders intensiven Zusammenarbeit zwischen Tierarzt und Tierhalter. Die meisten angeblich „resistenten Fälle“ sind in Realität nicht konsequent mit ausreichender Fachkompetenz behandelt worden. Daher bei dieser Form der Demodikose immer einen Tierarzt aufsuchen, der mit dieser Krankheit vertraut ist. Daher wollen wir an dieser Stelle nur sehr oberflächlich auf die Therapie eingehen, eine Behandlung sollte immer zusammen mit einem erfahrenen Veterinär stattfinden

Es gibt 2 Möglichkeiten – die Lokale Therapie mit Amitraz, das ist ein Akarizid zu Paralyse und Tod von Demodex- und anderen Milben führt, zusätzlich aber auch eine Reihe von anderen Wirkungen z.B. auf den Glucosestoffwechsel hat, also beispielsweise bei diabetischen Patienten nicht angewendet werden sollte. Patienten mit großflächigen offenen und tiefen Hautveränderungen sollten wegen der Gefahr einer erhöhten Resorption ebenfalls nicht  mit Amitraz oder wenigstens nicht großflächig damit behandelt werden. Und es gibt die Systemische Therapie – also zum Beispiel Spot On’s wie Moxidectin. Neben den zugelassenen Therapien gibt es aber auch verschiedene sehr gut wirksame Behandlungsmethoden mit nicht für Kleintiere zugelassenen oder nicht für die Indikation Demodikose zugelassenen Wirkstoffen. Ihre Anwendung darf nur bei strenger Indikationsstellung unter tierärztlicher Kontrolle erfolgen. Aus persönlicher Erfahrung: letztere „Immunisierungen“ können zu einem nachhaltigen Erfolg führen, wenn der Hund darauf anspricht. Hier ist es wichtig einen Tierarzt zu haben, der sich mit diesen Verfahren gut auskennt.

Wichtig ist bei allen Formen der Demodikose die Behandlung nie zu früh abzubrechen. Manchmal wirkt es, als ob der Hund bereits völlig gesund sei, Symptome sind kaum noch sichtbar, trotzdem kann es zu einem Rückfall kommen, wenn diese zu früh abgebrochen wird.

Zuchtausschluss JA oder NEIN?

Es gibt noch keine eindeutigen Studien. Der Erbgang der hereditären generalisierten Demodikose ist nicht geklärt, trotzdem sollten Hunde mit dieser Erkrankung sowie deren Elterntiere von der Zucht ausgeschlossen werden. Hündinnen sollten kastriert werden, zumal sich die Erkrankung unter dem Einfluss von Läufigkeit, Pseudogravidität, Gravidität und Laktation verschlimmern kann.

  1. Demodikose bei alten Hunden

Bei älteren Hunden ist oft eine Behandlung oder ein schwächeres Immunsystem der Auslöser. Das Auftreten einer generalisierten Demodikose muss aber, vor allem beim älteren Hund, besonders ernst genommen werden. Hier kann die Erkrankung beispielsweise durch Verabreichung immunsuppressiv wirkender Medikamente (z. B. Glukokortikoide, Zytostatika) ausgelöst werden. Oder die Haut „sagt“ dass etwas anderes, oft tödliches im Busch ist – denn spontan tritt sie bei bösartigen Tumorerkrankungen (Lymphosarkom, Hämangiosarkom, Mamma-Adenokarzinom), schweren Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus oder Cushing-Erkrankung) und einigen Lebererkrankungen auf. In Einzelfällen kann die Demodikose als äußerliches Anzeichen derartiger Erkrankungen bis zu 12 Monaten vorher auftreten – bei älteren Hunden sollte man daher genauer nachschauen.

  1. Was ist eine Pododemodikose? (Demodex Canis)

Pododemodikose ist auf gut Deutsch eine „dicke Pfote“ und die Demodexmilbe kann, muss aber nicht daran schuld sein. Bei allen entzündlichen Hautveränderungen im Pfotenbereich, der sogenannten Pododermatitis, muss differentialdiagnostisch eine Erkrankung durch Demodexmilben (Pododemodikose durch Demodex Canis) in Betracht gezogen und entsprechende mikroskopische Untersuchungen durchgeführt. werden. Häufig sind die Pfoten ödematös geschwollen und sehr schmerzhaft, dazu kommen tiefe bakterielle Infektionen und wechselnde Lahmheit. Manchmal äußert sich die Erkrankung einfach durch „auflecken“ der Pfoten aufgrund des Juckreizes. Prädisponiert sind dafür Neufundländer, Bernhardiner, Deutsche Doggen, Bobtails, Dogo Argentino und andere große Rassen sowie verschiedene Terrierrassen, allen voran der American Staffordshire Terrier und der West Highland Terrier. Diese Form kann entweder als Relikt einer früheren generalisierten Demodikose oder als eigenständiges Problem ohne Veränderungen am restlichen Körper auftreten.

  1. Demodikose durch Demodex Cornei

Demodex Cornei ist eine beim Hund relativ neu entdeckte Milbenart, über die allerdings noch wenig bekannt ist, auch nicht, ob sie so wie Demodex Canis zur normalen Hautflora des Hundes gehört. Sie ist kürzer und breiter als Demodex Canis, lebt deutlich oberflächlicher und wird manchmal zusammen mit Demodex Canis nachgewiesen. Eine Demodikose durch Demodex Cornei geht mit Rötungen der Haut, Schuppenbildung und deutlichem Juckreiz einher.

  1. Demodikose durch Demodex Injai

Die Milbe Demodex Injai ist länger als Demodex Canis. Sie scheint vor allem in den Talgdrüsen zu leben und wird im Zusammenhang mit „fettiger“ Haut v.a. bei verschiedenen Terrierrassen gefunden. Die Erkrankung führt zu schlechter Haarqualität mit schütterem Haar und unterschiedlich starkem Juckreiz besonders auf dem Rücken. Es ist unbekannt, ob es zu Übertragungen von befallenen zu gesunden Hunden kommt.

Die gute Nachricht: die Heilungschancen sind gut

Je nach Form der Demodikose: Hervorragend bei den lokalisierten Formen, gut bis sehr vorsichtig bei den generalisierten Formen (je nach Primärerkrankung). Bei der hereditären generalisierten Demodikose können nach adäquater Therapie 2 von 3 Hunden geheilt werden.

Demodikose kann man generell in Kooperation mit einem darauf spezialisierten Tierarzt gut in den Griff bekommen und bei konsequenter Behandlung sind die Heilungschancen sehr gut. Auf die leichte Schultert soll man diese Erkrankung, vor allem bei älteren Tieren, nicht nehmen. Überdramatisieren, vor allem bei Jungtieren, sollte man ebenfalls nicht. Bei Kurzhaar-Hunden wird man die Symptome leichter erkennen, bei Langhaar-Hunden schwer. Daher ist eine regelmäßige Hautkontrolle beim Hund empfehlenswert.

Wichtig ist für jeden Hundehalter der Satz: „Die Haut ist der Spiegel der Seele“, denn die Haut zeigt oft an, wenn im Köper etwas nicht stimmt. Daher soll man die Demodikose nicht nur negativ sehen. Es ist eine Erkrankung, aber oft auch ein Hinweis dass im Körper des geleibten Vierbeiners, eine noch schlimmere Krankheit schlummert, die führzeitig erkannt, geheilt werden kann.

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