Co Owner Zuchtpartner

Co-Owner (Zuchtpartner) werden, was ist das?


Wenn man als Züchter nicht nur Welpen zum Verkauf produzieren möchte sondern ein Zuchtziel verfolgt,  steht man irgendwann vor dem Problem, das man aus seinen Würfen vielversprechende Welpen für Zucht und Show behalten möchte, aber (wenn man seine verdienten Zuchthunde nicht alle nach ihrem Zuchteinsatz weggibt) keine neuen Hunde mehr dazu nehmen  kann, ohne ihnen allen nicht mehr gerecht zu werden.  

Daher suchen wir von Zeit zu Zeit vertrauensvolle, engagierte und verantwortungsbewusste Menschen, die besonders vielversprechende Welpen ein schönes Zuhause auf Lebenszeit geben wollen und uns und unsere Zucht unterstützen möchten und damit ein Teil der "von den Bergwerkszwergen" Familie werden. 

Für eine Co-Ownerschaft gibt es verschiedene Modelle. 

Wir bieten manchmal die Möglichkeit an, unsere Hunde auf Co-Owner oder auch Zuchtrecht zu übernehmen. 

Fast jeder Züchter hat den Wusch aus einer guten Zuchtverpaarung gute Tiere zu behalten um mit diesem wiederum weiter in seiner Zucht aufzubauen zu können. Dies hieße jedoch, dass man irgendwann Unmengen an Hunden in seinem Haushalt zu betreuen hätte. Aus diesem Grunde suchen wir als Züchter gerne für unsere Zukunftshunde ein schönes Zuhause, bei dem Sie alle Liebe und Aufmerksamkeit bekommen, wir aber den Hund zur Zucht verwenden dürfen. 

Wenn Sie einen Hund mit Zuchtrecht von uns bekommen/erwerben möchten, bedeutet dies, dass wir Ihnen ein sehr hohes Vertrauen entgegenbringen. Daher sollten Sie schon ein gewisses Grundinteresse an der Zucht, Ausstellungen und Prüfungen mit dem Hund haben. Es gibt mehrere gängige vertragliche Möglichkeiten welche bei Züchtern verwendet werden, einige habe ich hier zur Information zusammengestellt. Finanzielle Dinge und sonstige Absprachen werden im Vertrag schriftlich festgehalten.


Zuchtrecht bei Hündinnen:

Bei Hündinnen gestaltet sich das ganze meist für den neuen Halter als etwas "PROBLEMATISCHER", da viele ihren Hund nicht für Tage bzw. Wochen aus der Hand geben wollen. Diese Sorgen sind an sich völlig unbegründet. Der Züchter wird in der Zeit des Werfens und Aufzucht alles Erdenkliche tun um die Hündin in bester Gesundheit und Laune zu halten da sich ihr Wohlbefinden auch auf die Welpen niederschlägt. Daher werden die Hündinnen meist an wertvolle Vertrauenspersonen weitergegeben, welche sich im näheren Umfeld des Züchters befinden, damit die Hündin zum Züchter selbst weiterhin guten Kontakt hat und während der Welpenzeit sich in einem gewohnten Umfeld befindet.

 

Bei uns ist es sogar möglich, dass die Hündin bei den Besitzern - natürlich mit unserer Unterstützung - wirft , und erst zur Wurfabnahme mit 8 Wochen zu uns kommt.

 

A.) Sie bekommen eine Hündin kostenlos mit vollem Zuchtrecht des Züchters 

Das heißt Sie verfügen über den Hund mit allen Rechten und Pflichten eines Hundehalters. Die Zuchtzulassung-Untersuchungen werden komplett vom Züchter im entsprechenden Alter getragen. Die Papiere verbleiben beim Züchter. Diese Hündinnen werden selbstverständlich kostenfrei an den Co-Owner abgegeben. 

Sie dürfen alles mit dem Hund machen welches nicht seine Zuchtfähigkeit einschränkt. Also egal ob er nur Familienhund bei Ihnen ist, Hundesport macht, Therapieeinsätze usw. 

Die Hündin steht dem Züchter je nach Vereinbarungen der Details für 3-4 Würfe zur Verfügung. Die meisten Züchter nehmen in der Regel meistens 3 Würfe in Anspruch. Sobald die "Zuchtlaufbahn" beendet ist, werden selbstverständlich auch die Papiere der Hündin dem Halter übergeben. 

Sollte sich die Hündin nicht als zuchttauglich erweisen, oder kann gesundheitlich nicht den Ansprüchen der Zucht gerecht werden, geht die Hündin schon früher komplett um einen vereinbarten Betrag an den Besitzer über.


B.) Sie erwerben eine Hündin mit beidseitigem Zuchtrecht - Interessant für Neuzüchter

Das heißt Sie verfügen über den Hund mit allen Rechten und Pflichten eines Hundehalters. Die Zuchtzulassung-Untersuchungen werden jeweils hälftig von beiden Seiten im entsprechenden Alter getragen. Die Papiere verbleiben beim Züchter. 

Sie dürfen alles mit dem Hund machen welches nicht seine Zuchtfähigkeit einschränkt. Also egal ob er nur Familienhund bei Ihnen ist, Hundesport macht, Therapieeinsätze usw. 

Hierbei gibt es nochmals verschiedene Möglichkeiten: 

Die Würfe werden im Wechsel/in Absprache getätigt 

Die Würfe werden hälftig geteilt 

Der Züchter sucht sich vorrangig Welpe(n) aus den gefallenen Würfen raus 

Diese Möglichkeiten des Zuchtrechts werden gerne von Neuzüchtern in Anspruch genommen, da sie vom erfahrenen Züchter in der Regel bei dieser Art der Absprachen sehr eng betreut werden und alles in Zusammenarbeit geplant wird. Je nach Vereinbarungen sucht man gemeinsam passende Deckrüden aus usw….

Um es für beide Seiten einfacher zu halten wird oftmals die Form gewählt das der Züchter 1-3 Würfe erhält und danach die Papiere dem Halter (ebenfalls Züchter) übergeben werden, sodass dieser sich dann seine eigenen Würfe alleinentscheidend ziehen kann.

 

C.) Sie erwerben eine Hündin "ohne eigenes Zuchtrecht des Züchters":

Das heißt Sie verfügen über den Hund mit allen Rechten und Pflichten eines Hundehalters. Die ZZL Untersuchungen werden komplett vom Halter im entsprechenden Alter getragen. Die Papiere verbleiben beim Halter. 

Sie dürfen alles mit dem Hund machen welches nicht seine Zuchtfähigkeit einschränkt. Also egal ob er nur Familienhund bei Ihnen ist, Hundesport macht, Therapieeinsätze usw. 

Die Hündin wird vom neuen Halter in die Zucht gebracht. Der Züchter darf sich aus 1-5 Würfen jeweils 1 Welpen vorrangig aussuchen. 

Diese Variante wird gerne gewählt, wenn die Hündin ebenfalls an Züchter abgegeben wird welchen z.b. das Startkapital für gute Zuchthunde fehlt um es mal so salopp zu bezeichnen. Auch wird diese Form gerne vom abgebenden Züchter gewählt, wenn die Hündin z.B. weiter weg ihr neues Zuhause erhält. Oder auch wenn der Abgebende Züchter gerne eine Nachzucht aus der Linie behalten möchte, aber halt die Generation der abgegebenen Hündin "überspringen" möchte. 

Wichtig bei allen Hunden ist, dass sie vom Besitzer in guter Form gehalten werden. Das heißt nicht zu dünn oder zu dickfüttern und es sollte auf ein gutes Erscheinungsbild des Hundes (z.B. schönes gepflegtes Fell, gesunde Zähne) sowie ein gutes Sozialverhalten geachtet werden. 

Aber dies sollte generell jedem Hundebesitzer am Herzen liegen. 

Auch wenn dies alles sehr umfangreich erscheint, ist es doch im Sinne jedes Züchters eine gute Variante zu finden, mit der Züchter und Besitzer zufrieden sind und beide am Ende positiv mit dieser Entscheidung aussteigen. Vor allem der Hund sollte im Nachhinein nicht unter eventuellen Streitereien leiden müssen. 

Grundsätzlich gilt bei uns, man kann über alles reden und Lösungen finden! 

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